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Austausch-Azubis zu Gast auf Schloss Lübbenau
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Austausch-Azubis zu Gast auf Schloss Lübbenau

Pressemitteilung vom 13. Mai 2014

Austausch-Azubis zu Gast auf Schloss Lübbenau

Zwei niederländische Azubis absolvierten Praktikum im Spreewald

Seit nunmehr drei Jahren beteiligt sich Schloss Lübbenau am Azubiaustausch von deutschen und niederländischen Auszubildenden. In diesem Jahr verbrachten erneut zwei niederländische Gäste ihre fünfwöchige Austauschzeit im Lübbenauer Schlossensemble. Vom 6. April bis 11. Mai bot Schloss Lübbenau den beiden Austausch-Azubis die Gelegenheit, in Deutschland und im Spreewald Erfahrung im Gastgewerbe zu sammeln.

Robin Voogsgeerd (17) aus Bathem und Nina Brinkhuis (18) aus Zwolle haben viel erlebt während ihres Aufenthaltes im Spreewald und die gute Laune bei der Arbeit dabei nicht verloren. „Es hat viel Spaß gemacht und ich habe es mir auch genauso vorgestellt. Der Geburtstag von Gräfin Beatrix gehörte zu den Höhepunkten unseres Aufenthaltes und hat uns sehr gut gefallen. Es war toll, bei so einem großen Fest dabei zu sein und mit zu helfen“, sagt Robin Voogsgeerd. Die Azubis gehen in den Niederlanden auf das Deltion-College in Zwolle und machen dort eine schulische Ausbildung im Fachbereich Gastronomie Management im ersten Lehrjahr. Auf Schloss Lübbenau waren sie vorrangig im Restaurantbetrieb eingebunden, haben serviert und im Service geholfen. Neben der Arbeit blieb dennoch viel Zeit, die Umgebung zu erkunden. „Nach der Arbeit waren wir oft im Spreewelten-Bad und sind in die Sauna gegangen. Wir haben mit dem Fahrrad eine Rundfahrt gemacht und uns die Stadt angesehen. Auch eine Kahnfahrt haben wir unternommen und es war wirklich sehr schön. Die Natur hier, das alles gefällt uns“, schwärmen Robin Voogsgeerd und Nina Brinkhuis.

Restaurantleiterin Doreen Neugärtner weiß das Austauschprogramm zu schätzen  und freut sich über die beiden niederländischen Praktikanten. „Die beiden behalte ich gleich hier“, sagt sie halb im Spaß und verrät, dass sie einen längeren Aufenthalt wirklich begrüßen würde. „Es hat sehr viel Freude mit ihnen gemacht und sie waren sehr wissbegierig. Ich finde das Austauschprogramm insgesamt wirklich gut. Grundlegende Dinge sind in den meisten Fällen zwischen den Austauschländern gleich, aber es gibt immer gewisse Unterschiede in den Abläufen von Land zu Land und von Haus zu Haus, die sie dann mitbekommen. Die beiden haben hier wirklich gute Arbeit geleistet.“

Von den Schlossgeistern, wie die Mitarbeiter auf Schloss Lübbenau genannt werden, wurden sie herzlich empfangen und auch die Sprachbarrieren wurden schnell gemeistert. „Wir wurden super aufgenommen, uns wurde alles erklärt und dabei auch langsam deutsch gesprochen, damit wir alles verstehen konnten“, so Robin Voogsgeerd. Schnell wurde den beiden auch so mancher landestypische Unterschied deutlich. „Uns ist aufgefallen, dass in den Niederlanden viel mehr Fahrrad gefahren wird. Hier fahren eher die Touristen Fahrrad, bei uns aber fahren alle viel Rad. Auch der Essensablauf morgens, mittags und abends ist anders. Bei uns gibt es zum Frühstück Brot, zum Mittag auch Brot und erst am Abend wird warm gegessen. Hier wird Mittag und Abend warm gegessen“, beobachtete Robin Voogsgeerd.

Für Hotelleiterin Birgit Tanner sind die Erfahrungen mit den Austausch-Azubis wichtig, auch für die eigene Belegschaft. „Dieses Projekt ist für alle Beteiligten ein echter Gewinn. Jeder lernt etwas dabei. Und wenn es dabei so unkompliziert zugeht wie mit den beiden Mädchen, ist das umso angenehmer. Unsere Restaurantleiterin hat nicht ganz unrecht, am liebsten würden wir Robin und Nina gleich hier behalten, denn sie passen wunderbar zu unseren Schlossgeistern.“

Insgesamt absolvieren zehn Azubis aus den Niederlanden ein Praktikum in Tourismusunternehmen des Spreewaldes. Neun Azubis aus heimischen Betrieben waren derweil in niederländischen Ausbildungsstätten zu Gast. Der Azubiaustausch ist ein Gemeinschaftsprojekt der Industrie- und Handelskammer Cottbus, der IHK Ostbrandenburg und des Oberstufenzentrums Lausitz in Senftenberg/Sedlitz und wurde 2012 gestartet. Ziel des Projektes ist es, die angehenden Tourismus- und Gastronomiefachleute mit der Destination Spreewald vertraut zu machen.