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Dr. Hans-Joachim Maaz beim Geisendorfer Literaturforum auf Gut Geisendorf
Hans-Joachim Maaz Foto: Lausitzer Rundschau/Behnke
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Hans-Joachim Maaz Foto: Lausitzer Rundschau/Behnke

Hans-Joachim Maaz zu Gast bei der Lausitzer LesArt

Der Psychoanalytiker stellt am 18. Mai sein Buch „Das falsche Leben“ auf Schloss Lübbenau vor

Im Rahmen der Lausitzer LesArt besucht der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz das Lübbenauer Schlossensemble und liest am 18. Mai um 19 Uhr aus seinem neuen Buch. Im Saal von Schloss Lübbenau wird er sich im Vortrag und Gespräch dem „falschen Leben“ – wie sein neuester Titel heißt – widmen. Moderiert wird der Abend von Hendrik Röder. „Hans-Joachim Maaz ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der scharfsinnigen Gesellschaftsanalyse. Aus seiner Feder stammen Diagnosen zum  Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis hin zur narzisstischen Gesellschaft und der Liebesfalle, mit der er die Spielregeln für eine neue Beziehungskultur ausgelotet hat. Nun gilt seine Aufmerksamkeit dem sogenannten falschen Leben und – wie es im Untertitel heißt – den Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft – ein Buch, das aktueller nicht sein könnte!“, sagt Birgit Tanner, Hotelleiterin von Schloss Lübbenau.

Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände. In seiner jüngsten Arbeit geht er dem „Mitläufertum“ auf den Grund, gibt Antworten auf brennende Fragen, die mit Phänomenen wie Pegida, AfD und der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit aufgeworfen werden. Dabei lässt er auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite nicht außer Acht, die ebenfalls in seiner Diagnose um ein falsches Leben einbezogen wird. Es geht um Erwartungen, Konformität und den Anpassungsdruck der Gesellschaft. Maaz schildert ein „falsches Leben“, in dem wir uns viel zu lange eingerichtet haben und das nun durch eine zunehmende Polarisierung und Barbarisierung eine Eigendynamik entwickelt hat, die viele überfordert.

Die Lesung findet im Rahmen der regelmäßig vom Brandenburgischen Literaturbüro, der Lausitzer Rundschau und Schloss Lübbenau durchgeführten Lausitzer LesArt sowie in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Politisches Bildungsforum Brandenburg. statt. Beginn der Lesung ist um 19 Uhr im Saal von Schloss Lübbenau. Tickets sind im Vorverkauf direkt im Schloss oder auf www.schloss-luebbenau.de erhältlich.