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Ausbildungsbotschafter - Konrad Klewitz, Lisa-Marie Kurz (l.) und Jasmin Meyer
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Ausbildungsbotschafter - Konrad Klewitz, Lisa-Marie Kurz (l.) und Jasmin Meyer

SCHLOSSGEISTER WERBEN ALS AUSBILDUNGSBOTSCHAFTER

Junge Azubis von Schloss Lübbenau geben Schülern Impulse bei der Berufswahl

Viele junge Menschen verlassen die Schule ohne konkreten Berufswunsch oder haben zu wenige Kenntnisse über das jeweilige Arbeitsfeld.  Um mehr Jugendliche für eine Ausbildung in der Region zu begeistern, ihnen die vielfältigen Perspektiven aufzuzeigen und sie weitreichend zu informieren, hat die IHK Cottbus 2017 die Initiative „Ausbildungsbotschafter“ gestartet. Dahinter steht die einfache wie erfolgreiche Idee, den Erfahrungsaustausch innerhalb der jungen Generation zu fördern. „Dabei werben Auszubildende in den Schulen Südbrandenburgs für eine Berufsausbildung“, so Iris Kirschner von der Industrie- und Handelskammer Cottbus. „Kaum jemand kann besser erklären wie eine Ausbildung abläuft als Jugendliche, die gerade in der Ausbildung sind. Bislang sind die Auszubildenden zu Gast in den 9. und 10. Klassen. Grundsätzlich wünschen wir uns, dass die Jugendlichen sich so früh wie möglich mit ihrem zukünftigen Werdegang befassen, um so eine qualifizierte Berufswahl zu treffen.“

Die drei Schloss-Azubis Jasmin Meyer, Lisa-Marie Kurz und Konrad Klewitz kennen die Sorgen und Nöte, die Jugendliche bei der Berufswahl haben, nur zu gut. Sie selbst sind inzwischen nicht nur mittendrin in ihrer Ausbildung auf Schloss Lübbenau, sondern geben ihre Erfahrungen nun auch an Schülerinnen und Schüler der Region weiter. „Als Ausbildungsbotschafter stellen wir in den Schulklassen unsere Berufe vor. Wir geben Einblicke in die Berufswelt, in unsere Aufgaben, den Betrieb und die gesammelten Erfahrungen“, erklärt die angehende Restaurantfachfrau Lisa-Marie Kurz. Jasmin Meyer, die bereits ihre Ausbildung als Restaurantfachfrau erfolgreich abgeschlossen und in diesem Jahr die Lehre als Hotelfachfrau auf Schloss Lübbenau begonnen hat, ergänzt: „Auch Praktisches binden wir in die Präsentation ein. Ich habe zum Beispiel gezeigt, wie Servietten richtig gefaltet werden und wie ein Tisch eingedeckt wird.“ „Wir versuchen, den Beruf in all seinen Facetten darzustellen, was uns daran begeistert und was vielleicht auch weniger. So können die Schüler herausfinden, ob der Beruf für sie interessant ist“, sagt Konrad Klewitz, der gegenwärtig der einzige angehende Koch unter den Ausbildungsbotschaftern ist. Die drei Schlossgeister geben damit wertvolle Einblicke, die ihnen während ihrer eigenen Schulzeit noch nicht möglich waren. „So ein Projekt hätte ich mir damals bei uns an der Schule auch gewünscht. Schüler haben meist noch wenig Erfahrung, welche Berufe es gibt. Es ist eine tolle Möglichkeit, ihnen zu zeigen, wie abwechslungsreich und vielfältig ein Beruf in der Hotellerie und Gastronomie ist“, sagt Jasmin Meyer.

Damit die Ausbildungsbotschafter für ihre Einsätze in den Schulen gut vorbereitet sind, durchlaufen sie eine Schulung bei der IHK, wo sie unter anderem Präsentations- und Moderationstechniken sowie allgemeine Informationen zur dualen Berufsausbildung erhalten. Die Auszubildenden stärken dadurch auch ihre persönlichen Kompetenzen und werden sicherer im Umgang mit anderen Menschen. „Wir lernen frei zu sprechen, die richtige Körperhaltung einzunehmen und auch, was zu tun ist, wenn man mal nicht weiter weiß. Also alles Wesentliche darüber, wie so eine Präsentation aufgebaut und gehalten wird“, erklärt Lisa-Marie Kurz. „Außerdem haben wir gelernt, wie wir am besten mit den Schülern interagieren, sie einbeziehen, wie Fragen gestellt werden – viele Dinge, die wir auch mit in den Alltag nehmen können“, so Konrad Klewitz. In den Schulen treten die Ausbildungsbotschafter immer mindestens zu zweit auf und kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Iris Kirschner begleitet die Auszubildenden bei ihren Schulbesuchen: „Es macht unheimlich Spaß zu sehen, was sich die Azubis einfallen lassen. Sie machen das alle richtig toll, selbst bei schwierigen Gruppen, die manchmal nicht ganz so aufmerksam sind.“

Die drei Ausbildungsbotschafter von Schloss Lübbenau geben gern ihre Erfahrungswerte weiter und würden ihren Ausbildungsbetrieb jederzeit Ausbildungssuchenden empfehlen. „Wir fühlen uns auf Schloss Lübbenau sehr wohl und lernen unheimlich viel. Es ist ein tolles Arbeitsumfeld“, so Lisa-Marie Kurz. Jasmin Meyer ergänzt: „Es ist sehr familiär. Ich wurde sofort herzlich aufgenommen und die Arbeit wird nie langweilig.“ „Die Küche ist super ausgestattet, das Kollegium passt – es macht einfach Spaß, hier zu arbeiten“, so Konrad Klewitz.

Das sind genau die Voraussetzungen, die sich die IHK von ihren Ausbildungsbetrieben vor Ort wünscht, denn nur so können die Ausbildungsbotschafter begeistert für ihre Berufe werben. „Die Ausbildungsbotschafter müssen sich mit ihrem Beruf voll und ganz identifizieren, um bei den Schülern authentisch rüberzukommen. Sie können Gleichaltrige viel besser motivieren, sie sprechen dieselbe Sprache, können von ihren Erfahrungen und auch Fehlern berichten. Deshalb ist das eine hervorragende Initiative der IHK Cottbus, um Jugendliche fit für die Ausbildung zu machen“, sagt Anke Gräfin zu Lynar, Personalleiterin von Schloss Lübbenau.