Sonntag, 24.01.2027
Schwarze KI-Romantik im Schloss
Ein seelenloser Psychothriller im Zeitalter der KI.
Was 1816 als mechanisches Wunderwerk schockierte, ist heute die Blaupause für unsere digitale Gegenwart. Eine packende Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, die zeigt, wie aktuell die Schwarze Romantik im 21. Jahrhundert ist.
Lange vor Algorithmen und Deepfakes stellte Hoffmann die entscheidende Frage: Wo endet der Mensch, wo beginnt die Maschine? Mit „Der Sandmann“ entwirft er eine der frühesten literarischen Visionen künstlicher Menschen. Die Figur der Olimpia – zugleich Projektionsfläche und technische Konstruktion – wirkt wie ein Vorgriff auf aktuelle Debatten um künstliche Intelligenz, digitale Identitäten und emotional reagierende Systeme.
Die Inszenierung bricht mit klassischen Lesungsformaten. Während Schauspieler John Wesley Zielmann die traumatische Geschichte des Studenten Nathanael interpretiert, lässt der renommierte Graphic-Novel-Autor Reinhard Kleist die düsteren Visionen live auf der Leinwand entstehen. Die musikalische Untermalung durch Cellist Patrick Reerink verstärkt die psychologische Dichte des Werks.
Wahn oder Wissenschaft? Finden Sie es heraus!
Ort: Schloss Lübbenau | Festsaal
Beginn: 17:00 Uhr
Eintritt: 28,00 € pro Person
Die Veranstaltung ist auch in Verbindung mit einem Dinner nach dem Programm erhältlich. Kein Muss, aber wärmste Empfehlung zur Einstimmung. Hier geht`s zum Ticket.
Die Künstler:
John Wesley Zielmann studierte an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Von 2005 bis 2012 war er festes Mitglied im Ensemble des Stadttheaters Bielefeld. Sein zusammen mit Johanna Zielinski gestalteter Andy Warhol Abend »FOREVER ART?« wurde 2010 nach zahlreichen Vorstellungen in Bielefeld zum underground zero Festival nach New York City eingeladen. John Wesley Zielmann arbeitet als Sprecher für Hörspiele und ist häufig als Rezitator bei Lesungen, Konzerten und Soloprogrammen tätig.
Patrick Reerink begann parallel zu seinem Cello-Studium an der Musikhochschule Köln, E-Cello in verschiedenen Bands zu spielen. Seit 1991 ist er Teil der Band „Guts Pie Earshot“, mit der er über 1000 Konzerte in ganz Europa gespielt und 13 CDs / LPs veröffentlicht hat. Nach einem ersten Kompositionsauftrag für das Theater Bielefeld hat er seine Liebe zur Schauspielmusik entdeckt und seitdem zahlreiche Bühnenmusiken entwickelt und aufgeführt.
Reinhard Kleist studierte an der Fachhochschule für Grafik und Design in Münster. Nach dem Studium 1996 arbeite er in Berlin in einem Atelier im Prenzlauer Berg. Arbeiten für Buchverlage, CD-Booklets, Magazine, Film- und Fernsehprojekte und ein New-York-Aufenthalt folgten. Seitdem organisierte er Workshops, Vorträge und Ausstellungen in Mexiko, Brasilien, China, Indonesien, Vietnam, Jordanien, Algerien, Ukraine, Weissrussland, Spanien, Kanada u.a. auf Einladung des Goethe Institituts.